5 Dinge, die Du auf Fuerteventura unbedingt tun solltest

Ihr wisst, dass wir in diesem April bereits das zweite Mal nacheinander auf Fuerteventura waren. Eigentlich finde ich es eher mau, wenn man das selbe Reiseziel direkt nacheinander wieder besucht. Aber Fuerteventura hat uns schon im vergangen Jahr mit so freundlichen und schönen Armen empfangen, dass wir es wohl bereut hätten, wären wir nicht in diesem Jahr wieder dorthin geflogen. Und auch jetzt, ein paar Monate nachdem ich wieder zurück bin, muss ich ehrlich gestehen, dass ich die Insel vermisse. Ich vermisse die meist karge Landschaft, das traumhaft schöne Meer mit seinen Wassersportlern, die (zum Glück nicht mehr aktiven) Vulkane, die mich so beeindrucken und die atemberaubenden Buchten mit den wunderschönen Sandstränden. Ja, Fuerteventura und ich – das war Liebe auf den ersten Blick.

Und genau aus diesem Grund möchte ich euch jetzt 5 kleine Reisetipps geben, damit auch ihr die Möglichkeit habt, diese wunderschöne Insel auf eigene Faust zu entdecken. Vielleicht nehmt ihr es bei einer Reise auf die kanarische Insel als Inspiration, Tipp oder als persönlichen Reiseführer…

Der Vulkan Calderón Hondo (278 Meter)

Der erste unserer Reisetipps beschäftigt sich mit der Vulkankette im Norden der Insel. Von Corralejo bis Lajares erstrecken sich viele Vulkane auf etwa 100 Quadratkilometern. Wir hatten uns den Vulkan Calderón Honda ausgesucht, denn er ist mit seinen 278 Metern der größte dieser Vulkankette – und es hat wirklich unfassbar großen Spaß gemacht, ihn zu „erklimmen“. Am Kraterrand befindet sich eine kleine Aussichtsplattform, auf der ihr einen wunderbaren Blick in den beeindruckenden Krater bekommt. Wir waren zwar nicht in der Hauptsaison vor Ort, hatten dennoch jede Menge Zuschauer. Kleine Atlashörnchen begleiteten uns und waren wirklich total zutraulich und freundlich (Siehe hierzu auch unseren Instagram Account!) . Atlashörnchen sind übrigens afrikanische Borstenhörnchen und machen deutlich, wie nah Fuerteventura tatsächlich an Marokko liegt. Wer also Lust hat mal ein bisschen zu wandern und sich von der Natur beeindrucken lassen mag, sollte sich unseren Tipp dringend ins Reisenotizheftchen schreiben.

Calderon_Fuerteventura

Die Insel Lobos

Die kleine unbewohnte Insel Lobos, gehört definitiv zu einem der Ausflugsziele, die keiner unerledigt streichen sollte. 1982 wurde sie unter Naturschutz gestellt und ist bereits seit 1984 ein eigenständiger Naturpark. Nur durch eine kleine Meerenge ist Lobos von Fuerteventura getrennt und kann ganz leicht per Boot oder Fähre erreicht werden. Von Lobos habt ihr einen atemberaubenden Blick auf Fuerteventura und Lanzarote. Neben der wunderschönen Bucht, die viele zum Schnorcheln, Schwimmen oder Sonnenbaden nutzen, gibt es noch ein uriges Restaurant, dass zum genießen einlädt. Achtet aber bitte darauf, dass ihr hier lediglich mit Vorbestellung etwas zu essen bekommt! Auch auf Lobos habt ihr die Möglichkeit, einen Vulkan, den Montaña de Lobos, zu besteigen. Mit einer Höhe von 130 Metern ist er auch ganz leicht und entspannt zu erklimmen. Der Ausblick von dort lohnt sich aber auch auf jeden Fall!

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Blick vom Vulkan Montaña de Lobos

Ajuy mit dem schwarzen Sandstrand und der Höhle Caleta Negra

Das kleine abgelegene Fischerdorf Ajuy ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aufgrund der einstigen Piratenangriffe trägt der schwarze Strand ebenfalls den Beinamen „Playas de los Muertos“, was übersetzt heißt „Strand der Toten“. Klingt erstmal gruselig, ist es aber defintiv nicht. Ihr habt von den dortigen Felsen, die man easy erklimmen kann, eine atemberaubende Sicht auf das wunderschöne Meer. Wer von euch gut zu Fuß ist, sollte unbedingt den (steinigen) Weg auf sich nehmen und zur „Caleta Negra“, der ebenfalls schwarzen Bucht. Die dunklen Höhlen ragen hunderte Meter weit in den Fels hinein und man kann von dort aus fantastisch die raue See (deswegen sind auch nur Teile des Strandes zum Baden geeignet, da dort extrem starke Strömungen wüten!) einfangen. Oberhalb der Höhlen hat man einen direkten Blick auf einen Kalkbrennofen, der früher als Kalklager benutzt wurde.

Ajuy_Fuerteventura

Corralejos beeindruckende Wüstenlandschaft „El Jable“

Der 4. Unserer Tipps geht wieder in Richtung Corralejo. Schon auf dem Weg zu unserer Villa fuhren wir an einer kilometerlangen Wüsten- und Dünenlandschaft vorbei. Der anliegende Strand sowie die Dünen selbst gehören zum Naturpark Parque Natural de Corralejo. Das wiederum gewährleistet, dass die knapp 11 Kilometer lange Sandlandschaft nicht durch Bauarbeiten zerstört wird. Im Jahr 1969 wurde leider ein Teil der Dünenlandschaft von einer deutschen Tourismusfirma aufgekauft und mit zwei (unfassbar hässlichen!) Hotelbunkern „besetzt“. Durch das durch die EU ausgewiesene Naturschutzgebiet, ist ein weiteres Bebauen glücklicherweise nicht mehr möglich und die beeindruckenden Wanderdünen, die durch die Winde immer in Bewegung sind, können weiterhin in vollen Zügen genossen werden!

Morro Jable X spanisches Flair und eine Schildkröten-Aufzuchtstation

Für den letzten Reisetipp auf Fuerteventura sind wir in den Süden gereist. Ein kleines Fischerdorf, das durch viele gemütliche Ecken, kleine Geschäfte und niedlichen Gassen besticht. Wer einen Spaziergang am sehenswerten Hafen genießt, hat dort auch die Möglichkeit, die Schildkröten-Aufzuchtstation zu besuchen. Die „Guarderia de Tortugas“ wurde 2005 ins Leben gerufen, um die Karettschildkröte („caretta caretta“) in den kanarischen Gewässern wieder anzusiedeln. Die Eier der Schildkröten werden von Freiwilligen und Biologen an einem Strand vergraben – sobald die Schildkrötenbabies geschlüpft sind, werden sie eingesammelt und in das Aufzuchtbecken in Morro Jable gebracht, wo man sich so lange um die Schildkröten kümmert, bis sie in etwa 250 Gramm wiegen. Stark und gesund werden sie dann in die Freiheit entlassen. Ein großartiges Projekt, dass von einer spanischen Tierärztin und einer deutschen Tierpflegerin betreut wird.

New born sea turtle walking on the sand coming out from nest

(Photocredit: Karla Martinez)

Ja, das sind nur 5 der vielen Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras. Wie oben erwähnt bin ich inzwischen ein ganz, ganz großer Fan dieser Insel und kann jedem von euch nur raten, dort mal eine Reise hin zu starten. Wir freuen uns, wenn ihr durch diese kleinen Tipps ein wenig mehr Lust auf die kanarische Insel bekommt. Viel Spaß!

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