Ein Traum am Meer X Sankt Peter-Ording im Winter

Früher habe ich immer gesagt, dass Schleswig-Holstein nur dann schön ist, wenn es warm ist und das Meer in der Sonne glitzert. Immer wenn jemand zu Besuch kommen wollte, um sich das platte Land, Strand und Meer anzusehen, habe ich abgewunken und gesagt „melde dich im Sommer nochmal„. Ich fand meine Heimat im Winter einfach wenig spektakulär und nicht schön.

Dass das aber völliger Humbug ist, musste ich vergangenes Wochenende einmal mehr zugeben. Wir waren übers Wochenende eingeladen worden, um uns im Januar (!) mal so richtig die Rübe in St. Peter-Ording durchpusten zu lassen. Bevor die Reise losging, habe ich ein wenig im Internet recherchiert, ob man überhaupt irgendwas außerhalb der Saison dort anstellen kann. Ja, man kann. Und wie man das kann!

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In der Woche zuvor hatte es ordentlich gefroren und geschneit – also hatten wir uns dick eingepackt und sind einfach drauf los. Sankt Peter-Ording besticht durch einen traumhaft schönen Strand, der knapp 12 Kilometer lang und 2 Kilometer breit ist. Und so schneebedeckt schaut er wahrlich einzigartig aus. Wunderschön! Wer den Kopf mal so richtig frei bekommen möchte, geht einfach los und marschiert sich mal ordentlich den Stress aus dem Körper. Aber auch die sportbegeisterten unter euch, kommen selbst im Winter auf ihre Kosten. St. Peter-Ording gilt zusammen mit Sylt als das beste deutsche Wind- und Kitesurf-Revier- und genau deswegen findet auch hier im Sommer das größte Kitesurf-Event der Welt statt!

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Sankt Peter besteht aus mehreren Badestellen: Böhl, Bad, Ording und Dorf – alle kann man ganz easy zu Fuß erreichen – man muss einfach immer nur den Strand entlang marschieren. Wer schonmal im Sommer in St. Peter war, oder sich im Internet ein paar Bilder angeschaut hat, dem sind sicherlich unzählige Aufnahmen der Strandkörbe ins Auge gefallen, die das Strandbild in den Sommermonaten prägen. Im Winter sieht man allerdings keinen einzigen der knapp 1.400 Strandkörbe – die werden natürlich nach Ende der Saison reingeholt und vor Frost, Salz und Kälte geschützt. Von Ostern bis Ende September – und das finde ich mal so richtig, richtig groß – stehen im Strandkorb- und Parkplatzbereich sogar (registrierungspflichtige) WLan Hotspots zur Verfügung!

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Resümee:
Ich möchte mich erstmal bei allen entschuldigen, denen ich gesagt habe, sie würden enttäuscht sein, sollten sie sich außerhalb der sonnigen Zeit das Meer und den Strand anschauen wollen. Das ist wirklich quatsch. St. Peter-Ording ist wirklich einen Besuch wert: im Frühling, Sommer, Herbst UND Winter! Wir hatten wirklich ein grandioses, entspanntes und unfassbar zufriedenes Wochenende erleben dürfen – fernab von Stress oder Zeitdruck! Hier kann man perfekt abschalten und einfach mal den Akku wieder auffüllen. Danke, Sankt Peter!

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Tipps zum Tripp

Unterkunft:
Gut wohnen lässt es sich im StrandGut Resort in Sankt Peter-Bad. Das Hotel liegt direkt an der 1,1 Kilometer langen Seebrücke und ist umgeben von gemütlichen kleinen und größeren Restaurants. Außerdem bietet das StrandGut Resort direkten Zugang zur Dünentherme, wo man sich nach einem langen Spaziergang, in Form von Massagen und Saunen, verwöhnen lassen kann. Einen entsprechenden Hotelcheck wird es noch in dieser Woche auf Mokkaauge geben!

Essen:
Richtig guten Wein und köstliches Essen haben wir im Pasquale (La Trattoria de Pasquale) gefunden. Dort kann man (auch im Winter durch Deckenstrahler) richtig gemütlich draußen sitzen und das rege Treiben um die Promenade beobachten.

Hier sind noch ein paar Bewegtbilder von unserem Ausflug. Gute Unterhaltung!

„Ein Tag am Meer – St. Peter-Ording im Januar“ 

Ein Tag am Meer – St. Peter Ording im Januar from Mokkaauge on Vimeo.

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