Fuerteventura. Mehr als nur das Paradies für Surfer und Pauschaltouris (Teil 2)

Hier kommt nun der zweite Teil unseres Reiseberichts aus Fuerteventura. Falls ihr den ersten verpasst haben solltet, der ist hier zu finden. Gute Unterhaltung!

Der dritte Tag, war der einzige, den wir schon bereits in Deutschland fest verplant hatten. Durch Tripadvisor sind wir auf „Fuerte Charter“ gekommen. „Fuerte Charter“ und die entsprechenden Bewertungen versprachen uns ein einmaliges Erlebnis auf dem Wasser und eine ganze Menge Spaß. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so buchten wir schon zu Hause den Ausflug für den 3. Tag unserer Reise. In Deutschland mussten wir über Paypal eine kleine Anzahlung (40 Euro) leisten und vereinbarten per Mail, dass wir direkt vom Hotel abgeholt werden. Alleine die Shuttlefahrt fahr schon ein Erlebnis für sich – der „ältere“ Fahrer sprach ausschließlich spanisch und hatte offenbar eine große Leidenschaft für elektronische Musik. Zwischen den Songs seiner „Future Trends“ CD, die schon einige Jahre auf dem Buckel hatte und sprang, sang er für uns und wir applaudierten… Das erste Mal kam etwas „Angst“ in mir hoch und ich flehte innerlich, dass doch bitte nicht er unser Boot fahren würde… Am Hafen angekommen erwarteten uns schon zwei sehr gutgelaunte junge Männer mit den Worten „alles klar, Herr Komissar!?“. Das war das einzige, was sie auf Deutsch sagen konnten – dafür sprachen sie aber fließend englisch und verrieten uns, dass sie unsere Kapitanos, und wir die einzigen Gäste für diesen Nachmittagstripp sind. Sie halfen uns auf den Katamaran und baten uns darum, egal welchen Wunsch wir haben (Musik, Essen, Getränke, Route, etc.), diesen auch zu äußern. Wir wären ab sofort eine Familie und verbringen einen fantastischen Tag miteinander. Chris und Andres – unsere Kapitanos – hatten da wirklich nicht zu viel verraten – dieser Ausflug war wirklich unglaublich abgefahren und fantastisch!

Mit dem Speedboat nach Lobos
Nachdem wir einige Zeit gefahren sind, diverse Kaltgetränke erhielten und eine kleine Einführung in die Geschichte Fuerteventuras erhielten, wartete vor der kleinen Insel „Lobos“ ein Speedboat auf uns. Da der Katamaran nicht nah genug an die Insel herankommt, fuhren wir den letzten Rest „sehr fast“ mit dem Speedboat. Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal in den Genuss einer Speedboatfahrt gekommen seid, aber das macht unglaublich viel Spaß! Nach kurzer Zeit erreichten wir dann die unbewohnte Insel Lobos, die geografisch in der Meerenge zwischen Fuerte und Lanzarote liegt. Obwohl die kleine Insel (4,58 km²) unbewohnt ist, herrscht dort reges Treiben. Kleine Fähren bringen Besucher auf die Insel, ringsherum ragen Schnorchel aus dem Meer und ein paar Fischer haben auf der Insel ihr Wochenendhäuschen. Aber die Natur und die Sicht von dieser kleinen Insel, waren wirklich einzigartig!

Nach dem kleinen Aufenthalt auf Lobos, fuhren wir dann mit dem Speedboat „superfast“ wieder zurück zum Katamaran. Dort wartete Andres schon in Badehose auf uns und teilte uns mit, dass wir nun seine Freunde füttern werden – die warten schließlich auch schon den ganzen Vormittag…
Nachdem sich alle in die Badesachen geschwungen haben, bekamen wir eine Schnorchelausrüstung und konnten die Fische (bitte seht es mir nach, ich weiß nicht mehr, welche fetten Fische uns da das Brot aus der Hand gefressen hatten!) füttern und beobachten. Wer mochte, konnte sich noch im Standup-Paddling oder Kajakfahren versuchen, während an Deck schon der Sekt auf uns wartete. Als sich alle unter Deck wieder frisch machten, spannte unsere Crew schon das Segel, damit wir in aller Gemütlichkeit mit dem Katamaran nach Hause segeln konnten.
Wieder angekommen brachte uns Andres dann mit dem Shuttlebus (und leiser Musik) wieder zurück ins Hotel. Es ist wirklich nicht gelogen, wenn ich sage, dass wir alle vier noch heute total beeindruckt von diesem Tag sind. Das war wirklich ein Highlight und ist bedingungslos zu empfehlen!

Leider endete für mich nach diesem Tag auch der Urlaub, was allerdings überhaupt nichts mit dem Ausflug oder Fuerteventura an sich zu tun hatte. Aber mir ging es ab dem vierten Tag überhaupt nicht mehr gut und wir konnten die Insel leider nicht weiter erkunden. Ich kann euch aber sagen, dass es eine wirklich tolle Ärztin in Corralejo gibt – ich hoffe nicht, dass jemand von euch mal in die Lage kommt, aber falls ihr mal eine sehr gute Ärztin vor Ort braucht, lasst es mich wissen!

Resümee:
Steht in euerm Reiseführer, dass Fuerteventura nichts zu bieten hätte – schmeißt ihn weg! Die Insel birgt Schätze, die man vielleicht nicht immer auf den ersten Blick erkennt, aber wer etwas erleben und wunderschöne Natur sehen möchte, der wird auf Fuerteventura fündig! Aufgrund der verlässlichen Winde ist die Insel ein Surferparadies – aber auch für jede andere Sportarten (laufen, wandern, klettern, radfahren, etc.)  bedingungslos zu empfehlen. Wer allerdings von Sport im Allgemeinen nicht so viel hält und lieber entspannt und braungebrannt nach Hause kommen möchte, wird auch in diesen Punkten nicht enttäuscht sein. Das Klima auf Fuerteventura ist sehr mild und selbst im Winter fällt das Thermometer kaum unter die 10 Grad-Marke. Und auch wenn ich nicht krank geworden wäre, würden wir die nächste Reise nach Fuerteventura schon wieder planen. Wir sind verliebt und schon jetzt voller Sehnsucht!

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