Ich habe meine Angst überwunden #einfachmachen

Liebe Leute, ich wird bekloppt. Dass ich diese Zeilen hier tatsächlich irgendwann mal schreibe – nö, hätt ich selbst nicht dran gedacht! Ich war nun tatsächlich das letzte Mal im See und habe alle mir auferlegten Übungen souverän (O-Ton meines Tauchlehrers) gemeistert. Ich bin nun also tatsächlich durch und halte meinen Tauchschein in der Hand. Wahnsinn!

In den vergangenen 6 Wochen habe ich euch erzählt, was für Probleme es mir macht, meinem Kopf klar zu machen, dass es okay ist, unter Wasser zu atmen. Das war keine leichte Geburt, sage ich euch. Als das klappte, stand ich vor der Schwierigkeit im Freibad unter Wasser zu bleiben und nicht meinem Bedürfnis nach „richtiger Luft“ nachzugehen. Dafür brauchte ich tatsächlich mehrere Anläufe. Immer wieder schoss ich nach oben an die Wasseroberfläche, um mir den Atemregler aus dem Hals zu reißen und gewohnte Luft zu atmen. Auch das habe ich nach ein paar mal Freibad irgendwann in den  Griff bekommen!  Dann kamen die Übungen und ich sollte Dinge unter Wasser machen, bei denen mein innerer Schweinehund wieder schreiend fragte, ob ich noch alle Tassen im Schrank hätte. Ich dachte ans aufgeben, zog es aber dennoch durch. Immer und immer wieder tauchte ich ab und versuchte die Aufgaben zu erledigen – bis es tatsächlich klappte!

Dann sollte der erste Tauchgang im See stattfinden und erneut wollte ich das Handtuch werfen und aufgeben. Ich gewöhnte mich aber ziemlich schnell an die neue Umgebung und hatte unfassbar viel Spaß nach kleineren und größeren Fischen Ausschau zu halten. Auch hier machten mir die Übungen anfangs ein paar Probleme, aber ich hatte eine Methode gefunden, um nicht durchzudrehen.  Ich verstand den Spaß am Tauchen einmal mehr, denn es gibt fast keine bessere Alternative, um den Kopf einfach mal auszuschalten!

Wechselatmung

Ich habe durch die vergangenen Wochen aber nicht nur die Möglichkeit bekommen, eine ganze neue Welt entdecken zu dürfen – vielmehr habe ich auch eine ganze Menge über mich gelernt. Ich habe gelernt, wie ich meine Grenzen überwinden und einfach mal den Kopf ausschalte. Ich muss tatsächlich zugeben, dass es eine der besten Ideen war, meiner Angst durch Konfrontation zu begegnen. Es war ganz sicher nicht immer leicht – aber es wenigstens zu versuchen und sich auch mal zu überwinden gibt einem am Ende eine ganze Menge. Falls also auch Du Angst vor irgendwas hast, such dir jemanden, dem du vertraust und der Geduld mitbringt. Stell dich deiner persönlichen Herausforderung – überfordere dich nicht, aber versuche Grenzen zu überwinden. Auch wenn du es am Ende nicht schaffst, deine Angst komplett in den Griff zu bekommen, so ist zumindest der Versuch es zu schaffen so viel wert…

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Auftauchen – Prüfung geschafft!

Bevor ich gleich noch für alle einen Tee aufsetze und laut „ommm“ brumme, möchte ich an dieser Stelle nun lieber allen danken, die mich bei der Erreichung des Tauchscheins so super unterstützt haben. Vielen Dank lieber Pit, dass du mir gesagt hast, dass wir das schaffen und ich einfach nur den Schritt wagen muss, es anzugehen. Danke Dir lieber Dennis, dass Du so geduldig mit mir warst und mir immer wieder Mut zugesprochen hast – ohne all das hätte mein Vorhaben niemals geklappt! Danke Kaddi, dass Du die Idee hattest, dass ich es schaffen könnte und mich zum „Schnupper-Tauchen“ angemeldet hast. Ich bin so happy – jetzt wird der Champus geköpft! Prost!

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