Instagram Dieb macht Millionen mit geklauten Fotos – jetzt wehrt sich ein Teil der Community

Die meisten von euch werden sicherlich auch in der vergangen Woche ordentlich den Kopf geschüttelt haben, als sie von der „Kunst“ des umstrittenen Richard Prince, gehört haben. Für diejenigen, den der Name Prince nicht gleich etwas sagt – das ist der Typ, der auf Instagram rumsurft, Screenshots von den Bildern macht, die er scheinbar ganz gelungen findet, vergrößert und dann für sehr, sehr viel Geld, verkauft. Dabei ist es Prince völlig schnurz, ob der Urheber das nun okay findet oder nicht. Einige Male wurde er dafür auch schon abgemahnt und verklagt, aber der Herr hat sich inzwischen schon so die Taschen gefüllt, dass es ihn herzlich wenig interssiert. Er selbst bezeichnet sich sogar als Vertreter der „Appropriation Art“ (die sogenannte „Aneignungskunst“). Jo, aneignen ist wohl das richtige Wort…

Gerade zeigte Prince auf der New Yorker Kunstmesse seine Ausstellung „New Portraits“ – darunter auch Bilder von den bekannten „Suicide Girls“. „SG“ ist eine Plattform für tätowierte und gepiercte Frauen im erotischen Sinne. Die Plattform bietet ebenfalls die Bilder zum Verkauf an – allerdings für rund 90 Dollar. Prince hat die Kopien allerdings für rund 90.000 Dollar verkauft! Die „Suicide Girls“ versuchen aber nicht, wie die meisten anderen, Richard Prince ebenfalls zu verklagen, nein das erhaltene Geld wird gespendet („sold by the actual people who created the image and profits go to charity„) und geht nicht an einen „rich gallery owner an millionaire „artist““. Das postete Missy Suicide auf ihrem Instagram-Account vor kurzem. Ich nehme mal an, dass diese Provokation den „Aneignungskünstler“ ebenfalls nicht tangiert – aber das Netz und die anderen Urheber sind auf Missys Seite!

Missy_Suicide_Prince
(via)

  • Antworten Juni 3, 2015

    Janina

    Ich mag die Reaktion der „SG“. Das gefällt mir! Aber ehrlich gesagt bin ich nicht sicher, ob Herr Prince wirklich auf das Urheberrecht aufmerksam machen möchte, oder sich einfach nur die Taschen auf einfache Weise zu füllen.. Hmmm

  • Antworten Juni 2, 2015

    arne

    Ich finde die Idee von Herrn Prince eigentlich ganz spannend.
    So richtig schert sich doch eigentlich niemand mehr um Urheberrechte – Abmahnwahnanwaltskanzleien mal ausgenommen. Da ist so eine Aktion als Provokation eigentlich nur folgerichtig.
    Der Konter der „SG“ schlägt das Ganze allerdings nochmal im Längen. Besonders großartig finde ich, dass sie ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen.

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