Kochevent in Hamburg zum Kinostart des Films „Der Koch“

Lifestyle. Design. Movie. Wie sicherlich schon einige mitbekommen haben (diejenigen, die uns auf Facebook und/oder Instagram Folgen wissen bescheid), wurde ich vergangenen Donnerstag nach Hamburg eingeladen, um den neuen Kinofilm „Der Koch“ im privaten Kino des East Hotels, mit einigen weiteren ausgewählten Bloggern, zu schauen. Wie der Name schon sagt, liegt der Themenschwerpunkt des Films in der Küche. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch zum Film ( Weltbestseller von Martin Suter) vorher nicht gelesen hatte, und somit völlig unvorbereitet und ahnungslos in den Event startete.

In lockerer Atmosphäre trafen wir uns im Hamburger East Hotel mit dem bekannten Koch Heiko Antoniewicz, um ein wenig mehr über die ayurvedische sowie molekulare Küche kennen zu lernen. Antoniewicz, seines Zeichens Strenekoch und Rezeptgeber der Gerichte, die im Film gezeigt werden, erzählte ausgiebig von den Dreharbeiten und natürlich von der Leidenschaft zu kochen. Für mich als Koch-Klaus waren das anfangs natürlich nur Worte. Aber schnell wurde ich durch die Gerichte, die er uns gezaubert hatte, angefeixt. Ich wollte mehr. Mehr essen und mehr wissen.  Ehrlicherweise konnte ich bisher lediglich Wasser kochen (das aber wirklich in voller Perfektion!) – selbst Gemüse schnibbeln bringt mich in große Gefahr und macht mir Kopfschmerzen. Essen wiederum kann ich sehr gut – und das trage ich ja auch voller Stolz vor mir her.. Antoniewicz schaffte es jedoch mit seiner absolut sympathischen Art und sein unglaublich großes Fachwissen, die Leidenschaft zum kochen, auf mich zu übertragen. Natürlich spielten da auch Werkzeuge, wie der Rotationsverdampfer oder der Stickstoffbehälter (beides kommt übrigens ebenfalls im Film zum Einsatz) eine wichtige und nicht zu verkennende Rolle.

Im Film, in dem die wunderbare Jessica Schwarz die Hauptrolle spielt, heißt es, dass Köche „zaubern“ können. Gerade in der ayurvedischen und molkekularen Küche, würde ich das postum so unterschreiben können! Es ist wirklich beeindruckend, wie eine Mandelcreme, die kurz im Stickstoffbehälter gewendet wurde, schmecken kann. Außen ganz kalt und hart, innen widerum warm und weich. Wenn ihr euch den Film anschaut, dann versteht ihr genau, wie ich das meine..

Der Film: 

Ich will gar nicht allzu viel vorweg nehmen, denn bestenfalls sollt ihr euch den Film, der am 27. November bei uns startet, selbst anschauen. Wer aber einen Lehrfilm übers Kochen erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Der Film ist vielmehr eine Hommage an die aphrodisierende Küche. Aber es geht nicht ausschließlich um Genuss, sondern eben auch um Politik, Waffenhandel und Einwandererpolitik. Der tamilische Koch Marawan, der zufällig Gerichte zaubert, die eine außergewöhnlich stark aphrodisierende Wirkung haben, wittert seine Chance, um endlich so viel Geld zu verdienen, dass er seinen Traum von einem eigenen Restaurant eröffnen zu können. Gemeinsam mit Andrea (Jessica Schwarz), startet er den mobilen Service „Love Foods“ und gelangt so ziemlich schnell an viel Geld. Das soll allerdings nicht von langer Dauer sein, denn der erfolgreiche Liebeskoch Marwan bemerkt, dass ein dubioser Geschäftsmann, der den Waffenhandel in seinem Heimatland Indien unterstützt, sein Kunde ist. Ab jetzt geht es um Rache, Krieg und Frieden und der Film nimmt eine plötzliche Wendung…

Bilder des Tages:

Der Koch_Antoniewicz

Heiko Antoniewicz

Der Koch2

Verschiedene Gewürze

Der Koch3

Rotationsverdampfer und Sous-vide-Garer

Der Koch4

Das Team

Der Koch5

Curry Huhn auf Sashtika-Reis mit Korianderschaum

Der Koch6

Churaa Varia auf Nivara-Reis mit Mintschaum & Gefrorene Safran-Mandel-Espum

Der Koch6a

Stickstoffküche

Der Koch 7

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