Lomography: Die Diana F+ im Test

Momentan besteht ja wieder so einen richtigen Lomography- und Analoghype. So wurde ich auch schon vor langer Zeit auf die neuen und verbesserten Diana Kameras aufmerksam. Ziemlich schnell verliebte ich mich in die Vorstellung Filme kaufen zu müssen, einzulegen und mich mit einer solchen Kamera durch die Welt zu knipsen. Dann an einem Rädchen den Film weiter zu spulen, bis er endlich in ein Fototütchen in den Schlitz zur Entwicklung geschmissen werden kann. Wie früher, als man sich noch wirklich Gedanken machen musste, ob und was man da aufnahm. Ich machte mir immer sauviel Mühe, damit das Bild auch ja gut wird. So ein 24er oder 36er Film ist nicht dafür gemacht, einfach so wild verballert zu werden. Verliebt und völlig beduselt von diesen Vorstellungen bestellte ich mir im Netz ein Diana F+ Starterset. In der „Black Jack“ Limited Edition.

dianaseite

Als die Diana dann zwei Tage später bei mir eintrudelte, war ich erstmal ein wenig vom Aussehen irritiert. Die komplette Kamera ist aus Plastik – und sah ein kleines bisschen nach einer Kinderkamera aus. Wo man reinschaut und kleine lustige Bilder sieht. Oder man drückt auf den Auslöser und dann spritzt Wasser aus dem Objektiv. Ich fand das ehrlicherweise alles spannend und komisch zugleich.

Die ersten Probleme bekam ich schon beim Versuch den in Pappe umwickelten Film einzulegen. Nach ein paar Wutanfällen hatte ich das Teil dann aber endlich in der Kamera und konnte die ersten Bilder schießen. Allerdings anders als bei den Eingangs erwähnten 24 oder 36 Filmchen, hat man bei der Lomography-Geschichte, die Wahl zwischen 12 oder 16 Aufnahmen (das ist vom Format abhängig). Es hieß also die Motive noch bedachter zu wählen. Ich legte mich auf den Fußboden, unter den Kirschbaum (naja gut, das war eigentlich Katrin), stand Kopf, legte verschiedene Farbfilter ein, rannte, schlich – kurz: ich machte alles, um schlussendlich tolle Bilder zu bekommen.

Nach fast 14 Tagen (hat das echt schon immer so lange gedauert???) konnte ich dann endlich die Bilder abholen. Ich wollte meine ersten Lomos richtig befeiern und wartete bis ich zu Hause war, um die Fototasche zu öffnen und meine Bilder anzuschauen. Okay, ich hätte mich schon wundern müssen, warum ich gerade mal knapp 7 Euro für die gesamte Entwicklung meiner drei Filme bezahlen musste. Hab ich aber nicht. Ich spitze also die Lippen, trompetete eine Fanfare und holte meine Prachtexemplare heraus. Tadaaaaa…. Seht selbst:

kirschboom

Unterm Kirschbaum

Strandkorb

Strandkorb

Blitz

Irgendwas mit Blitz

Das sind wohl die schlechtesten Aufnahmen, die ich jemals gemacht habe. Alles ist dunkel, verschwommen und einige (sehr viele – also eigentlich die meisten!) wurden gar nicht erst entwickelt. Mein Fazit: Lomography ist nichts für Strullebabys. Wer also mit dem Gedanken spielt sich ebenfalls auf diesem Gebiet auszuprobieren, dem sollte bewusst sein, dass es nicht einfach „Film einlegen und ab dafür“ geht. Lomography ist eben doch eine Kunst und will gelernt werden. So ist das nunmal leider. Ich habe mir noch ein paar Filme besorgt und werde es weiter versuchen. Sollte ich irgendwann mal DAS BILD machen – ich lass es euch wissen…

Solltet ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder super Tipps für mich auf Lager haben, dann lasst es mich doch bitte wissen und nutzt die Kommentarfunktion. ICH WILL DAS KÖNNEN! ECHT JETZT!

  • Antworten August 8, 2013

    Barbara

    Zuerst mal, nur mit 200er oder besser noch 400er Film fotografieren, und am besten bei Sonnenschein. Und ruhig halten, einatmen, Luft anhalten, auslösen. Das ist reine Handarbeit, das schnelle Knipsen aus der Hüfte geht gar nicht.
    Das wird schon, mein erster Film sah genau so aus 😉 Und mit 400er Film habe ich jetzt super Ergebnisse! Rossman ist besser als DM, die entwickeln auf Fudji-Papier.

    • Antworten August 8, 2013

      Mokkaauge

      Okay, da haben wir dann ja schon die ersten Fehlerchen gefunden. Ich hatte 120er Filme und viel IN der Wohnung aufgenommen. Somit war da nicht viel mit Sonne. Und ja, ich habe es tatsächlich zack aus der Hüfte probiert, da hast Du Recht. Ich dachte, als Lomograph macht man das so… 😉

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