Mach doch mal was anderes X Standup Paddling im Anfängertest

Wie oft lag ich abends im Bett und dachte mir, dass ich mal wieder Bock auf etwas Neues habe. Klar, das mit dem Tauchschein ist ziemlich zeitintensiv, aber ich will mich irgendwie noch mehr beschäftigen. Noch mehr  Auspowern. Zufrieden ins Bett fallen. Außerdem arbeite ich ja gerade daran, meine Angst vor dem Wasser zu verlieren, also soll es irgendwas auf dem Wasser sein. Als würden unsere Kieler Freunde meine Gedanken lesen können, schenkten sie uns einen Standup Paddling Kurs in Bremen. Zack, meine Neugierde wurde geweckt!

Letzten Samstag war es dann endlich soweit und wir sollten (bei leider nur okayem Wetter) rauf aufs Board. Ich muss zugeben, dass ich bis dato noch niemals auf einem Board im Wasser stand. (Witze über Kieler, die Wasserscheu sind verbietet sich an dieser Stelle!) Ich war anfangs also ein kleines bisschen nervös ob meiner Körperspannung und meiner ziemlich wackeligen Beinchen. Würde ich aufs Brett kommen? Falls mir das gelingt, könnte ich denn auch überhaupt drauf stehen bleiben? Was ist, wenn ich den (See)Adler mache und ins Wasser falle – gelingt es mir, dann wieder aufs Brett zu steigen? Und vor allem die wichtigste, aller Fragen: Haben die einen passenden Neoprenanzug für mich??? Selbst wenn man sich nicht auf dem Board halten kann, will man ja trotzdem nicht auch noch wie Presswurst aussehen. Eine Peinlichkeit zur Zeit reicht… Jo, ich gebe zu – in meinem Kopf war die Hölle los!

Die Sache mit dem Neo hatte sich ziemlich schnell erledigt, denn ich scheine eine „Mädchenstandardgröße“ zu haben und so passte mir gleich der erste Anzug auf Anhieb. Puh – die erste Hürde war genommen! Wir schnappten uns ein Board, ließen es zu Wasser und krabbelten drauf, um erstmal auf Knien ein Gefühl und Gespür für die neue Situation zu bekommen. Auch das gelang mir gar nicht mal so übel und ich lernte ziemlich schnell auch mit dem Paddel umzugehen. Wenn das so weiter geht, dann strebe ich tatsächlich noch mit 34 eine Standup-Paddel-Profikarriere an. kchkch.

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Nun kam aber der Zeitpunkt, an dem wir aufstehen sollten. Ich persönlich fands ziemlich schade, da ich mich ziemlich cool fand, als ich das Ufer, auf den Beinen kniend und wie die Köndigin winkend, immer auf und ab gefahren. In meinem Kopf hörte ich laute „JANINA! JANINA!“ Rufe. War schon geil! Bis zu dem Zeitpunkt, als ich aufstand… Es muss ungefähr ausgesehen haben, wie ein unbeholfener Elefant, dem unter seiner eigenen Last die Beine anfingen zu zittern. Meine Füße rutschten hin und her und so tippelte der dicke Elefant auf dem Board so rum, als müsste er mal ganz dringend ein Geschäft erledigen… Die Rufe in meinem Kopf verstummten abrupt!

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Als ich mich umsah, entdeckte ich allerdings, dass es allen anderen ähnlich erging. Alle rutschten, wackelten und zitterten mit den Beinen –  sah ziemlich ulkig aus und würde ich nicht mitten drin stehen, ich hätte gelacht. Lauthals! Für den Kursleiter schien das allerdings gar nicht eine allzu ungewöhnliche Situation zu sein und gab uns den Tipp, auf die Körperspannung zu achten. Dann würde das anstrengende Zittern in den Beinen auch aufhören. Und was soll ich sagen – er hatte nicht Unrecht. Als ich den Körper anspannte, verschwand das nervige Zittern sofort und ich stand wie eine Eins auf dem Brett. Ab da war es richtig, richtig cool.

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Sobald man sich ein wenig auf den eigenen Körper konzentriert und die Arschbacken zusammenkneift, dann geht das ziemlich gut – und selbst Wellengang oder das hin- und her gehen auf dem Board klappt wie seit Jahren nichts anderes gemacht. Irgendwann kam dann tatsächlich noch die Übung, dass man auf einem Bein stehen solle – das allerdings klappt nur mit angespanntem Popöchen nicht mehr so einfach. Ich fiel rückwärts vom Brett!

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Die Kursstunde hat uns so großen Spaß gemacht und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Ich muss jetzt unbedingt noch die Geschichte mit dem einbeinig fahren lernen…

Wer von euch auch noch überlegt, mal etwas Neues zu starten oder sich ein mega cooles Hobby zulegen möchte, dem kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen, sich mal zu einem SUP-Kurs anzumelden. Und immer dran denken – Arsch zusammen!

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