Mokkaauge presents: „Plattenkiste“ Juli 2016 X Lagerfeuer Perlen

Endlich ist es soweit und wir gehen mit der „Plattenkiste Playlist“ online. Ähnlich wie die Rubrik „Instagram Account der Woche„, liegt mir auch diese monatlich erscheinende Kategorie sehr am Herzen. Natürlich könnte ich euch nun einmal im Monat einfach die Charts hier reinhauen und hoffen, dass ihr es geil findet – aber ganz ehrlich – wer findet die Charts schon geil???

Deswegen suchen wir euch nun einmal im Monat ganz besondere musikalische Perlen heraus und fügen sie ganz liebevoll zu einem Mixtape zusammen. Ihr bekommt hier keinen einfachen Mainstreamscheiß und unser Mixtape soll sich nicht einer bestimmten Kategorie zuordnen lassen. Unser Musikgeschmack ist dafür viel zu verschieden und lässt sich nunmal einfach nicht irgendeinem Genre zuordnen.

Für die erste Ausgabe unser Plattenkiste haben wir uns entschieden, den Sommer einzuläuten – aber auch in diesem Punkt machen wir es anders als die anderen und suchen euch nicht die beknacktesten schönsten Ballermann-Mitgröhl-Tracks raus. Nö! Wir verbinden den Sommer nämlich mit Strand, Meer und Lagefeuer. Und deswegen hört ihr nun nicht „Bailando“ oder „Nossa Nossa“, sondern eben ganz feine Tracks, die man sehr gut bei einem Pilschen am Lagerfeuer hört. Gute Unterhaltung!

SONGS
1. Foo Fighters X „Skin and Bones“ (unplugged)
Dave Grohl, der Frontman der „Foo Fighters“ schrieb schon während seiner Nirvana-Zeit bei Nirvana unzählige Songs – jedoch schaffte es keine seiner Kompositionen, bis auf „, 1993“, eine B-Seite von „Heart Shaped Box“, auf ein Nirvana Album. Als Cobain verstarb, nahm Grohl ein Deomo auf, dass er – bis auf einen einzigen Gitarrenpart – komplett selbst einspielte. Das Album wurde 1995 unter dem Namen „Foo Fitghters“ veröffentlicht.

2. Alanis Morrisette X „King of Pain (unplugged)
Als im Jahr 1995 ihr Album „Jagged little Pill“ erschien, lief mein CD-Player heiß. Ich habe das Album wirklich unfassbar gefeiert und rauf und runter gehört. Als die Kanadierin allerdings nach Indien ging und das im Jahr 1998 erschienene Album „Supposed Former Infatuation Junkie“ mitbrachte, hatte sie etwas an Glanz für mich verloren. Mir wurde die Musik irgendwann zu „eso“ und ich konzentrierte mich weiterhin auf „Jagged little Pill“. Dennoch eine Ausnahmekünstlerin, die mich sehr, sehr lange begleitet hat und dies auch heute noch immer wieder tut.

3. Nirvana X „The Man who sold the world“ (unplugged)
Nirvana darf natürlich hier keinesfalls fehlen. Jeder kennt sie, die meisten lieben sie. Mir gefiel schon immer das Unplugged-Album sehr gut und deswegen habe ich mich für „The Man who sold the world“ in der Unplugged-Version entschieden! Wunderschön!

4. Live  „I Alone“
Ein absoluter Evergreen ist „I Alone“ von Live. Die in den 90er Jahren zu internationaler Bekanntheit gelangte, gehört definitiv zu einer der Bands, die man bei einer lauen Sommernacht spielen sollte.

5. K´s Choice X „Not an addict“
Zu der erfolgreichsten belgischen Band gehört K`s Choice. Die in den 90ern von Sarah Bettens gegründete Band fanden ihre Inspiration bei Bands wie R.E.M. oder den Indigo Girls – zum Glück fanden sie aber ihren eigenen Stil. Ich liebe Bettens Stimme und könnte „Not an addict“ immer und immer wieder in die Dauerschleife packen!

6. Kettcar X „Im Taxi weinen“
Das Album „Du und wieviel von deinen Freunden“ ist auch eines der Alben, die ich seit Veröffentlichung 2002 bis heute noch immer wieder höre. Mein absoluter Lieblingstrack ist „im Taxi weinen“, weil mich die Passage „Geld allein macht auch nicht glücklich, aber irgendwie schon besser,im Taxi zu weinen“ ziemlich beeindruckt…

7. Bush X „Letting the cables sleep“
„Letting the cables sleep“ reichte im Jahr 1999 aus, um mich unsterblich in Gavin Rosdale zu verlieben. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn die ersten Takte des Lieds gespielt werden. Es gibt eine ganz großartige Remix Version, bei der die Instrumente auf ein Minimum runtergefahren werden. Leider finde ich sie im Netz nicht – falls jemand weiß, welche Version ich meine, dann würde ich mich sehr über eine Info freuen!

8. The Verve Pipe X „The Freshman“
Mit diesem Lied verbinde ich so unglaublich viel, dass ich euch gar nicht alle Situationen aufzählen kann, in denen mich dieses Lied begleitet hat. Und genau deswegen darf dieses Lied keinesfalls auf keinem chilligen Abend fehlen! Ehrlich nicht!

9. Counting Crows X „Colorblind“
„Colorblind“ von den Counting Crows ist wohl eines der Lieder, welches man nicht unbedingt übersetzen sollte. Aber es ist so herrlich düster und traurig – ich liebe es einfach!

10. Journey X „Don´t stop believin“
Über 75 Millionen verkaufte Tonträger, ich denke nicht, dass man zu Journey noch allzu viel sagen muss. Einer der bekanntesten Songs ist wohl „Don´t stop believin“ – zu Recht!

11. The Killers X „When you were young“
Dieser Song wird auf jeder unserer Party irgendwann gespielt und wirklich immer unfassbar schlecht mitgegröhlt. Bis die Killers vom ollen Schweiger entdeckt wurden und fortan nur noch Pop produzierten, waren sie für mich eine der größten Alternative-Bands.

12. Eagles X „Hotel California“
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht unbedingt der größte Eagles-Fan bin, was sicherlich damit zu tun hat, dass ich mit dieser Band (aus welchem Grund auch immer) nie wirklich Berührungspunkte hatte. Die Unplugged-Version von „Hotel California“ allerdings ist meiner Meinung nach ein echtes Brett!

13. AnnenMayKantereit X „Barfuß am Klavier“
Der ganze Hype um die ehemalige Schulband AnnenMayKantereit ist mir ehrlicherweise zu viel – was zur Folge hatte, dass ich mich mit dem Album „Alles nichts konkretes“ nicht beschäftigen wollte. Und dann lief im Radio „Barfuß am Klavier“ und ich konnte mich der Band nicht mehr entgegensetzen. Der hat aber auch ne Stimme. Mein lieber Scholli!

14. Oasis X „The Masterplan“
Es gibt keine Playlist, in der mir „The Masterplan“ von Oasis nicht reinrutscht. Schade, dass es die beiden Gallagher-Brüder nicht geschafft haben, sich zu akzeptieren. Aber wir sind eben alle doch nur Teil des Gesamtplans…

15. Marcus Wiebusch X „Der Tag wird kommen“
„Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still“ – eine großartige Musikkampagne für Gleichberechtigung von Marcus Wiebusch. Auch neben Kettcar macht Wiebusch ganz großartige Musik mit wunderbaren Texten. Das Video zu „der Tag wird kommen“ ist übrigens ebenfalls eine wahre Pracht – solltet ihr dringend googeln und es euch ansehen!

16. Stiltskin X „Inside“
Ich verbinde „Inside“ von Stiltskin nicht nur mit der Levi´s Werbekampagne, sondern auch mit einer kleinen Peinlichkeit in den 90ern: im Radio wurde dazu aufgerufen, sich Lieder zu wünschen. Da ich gerade unterwegs war, wählte ich die Nummer vom Sender, um mir genau diesen Song zu wünschen. Leider kam ich nicht durch und so legte ich entnervt auf. Nach knapp 5 Minuten klingelte mein Handy mit der Nummer des Radio-Senders – aber aus mir heute völlig unerklärlichen Gründen, traute ich mich auf einmal nicht mehr ans Telefon zu gehen. Also ließ ich es klingeln und hoffte, sie würden einfach wieder auflegen und sich einem anderen Hörer widmen. Sie lagen aber nicht auf, sondern erreichten meine Mailbox. Ich war seiner Zeit ein großer Southpark-Fan und hatte als Mailbox-Ansage das wunderbare Lied „Fick Dich und halte Maul, Onkelficker“ gespeichert. Das fanden die Moderatoren so gut, dass sie meine Mailbox“Ansage“ kurzerhand aufnahmen, um es dann mit den Worten „Liebe Janina, Du hast wirklich die beste Mailbox-Ansage, die wir je in der Show hörten! Das ist so abgefahren, dass wir das unseren Hörern nicht vorenthalten möchten!“ kommentierten. Und dann spielten sie meine Mailboxansage, in der zuerst das Lied aus Southpark lief und dann meine Stimme mit „hast Du das kapiert? Janina will nicht mit Dir sprechen! PIEP“. Seit diesem Tag muss ich also unweigerlich an diesen unfassbar peinlichen Moment denken, wenn ich „Inside“ von Stiltskin höre. Für alle, die den Song mit dem wunderbaren Text noch nicht kennen, die klicken sich einfach mal in das nachfolgende Video (und werden dann meine Schwitzattacken im Auto sicherlich nachvollziehen können). Puh!

So, das war nun unsere erste feine Auswahl an Songs, die man sich gut und gerne mal reinfahren kann. Eigentlich wollte ich es gar nicht so persönlich schreiben – aber das ist nunmal das, was einige Lieder bei einem selbst auslösen können. Ich hoffe dennoch, dass es euch ebenfalls Spaß gebracht habt und ihr auch beim nächsten Mal (natürlich mit einem anderen Motto!) wieder dabei seid. Ich freue mich drauf!

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