Support Your Local – StreetART Kiel

Wenn man an die deutsche Graffiti-Szene denkt, dann ist „Kiel“ sicherlich nicht der erste Gedanke, der einem in die Rübe purzelt. Was aber die wenigsten wissen, dass Kiel schon immer eine große Rolle in der Szene gespielt hat. Gerade in der „Zug-Malerei“ ist Kiel bundesweit bekannt. Und das zeigt uns die seit fast einem Jahr bestehende Facebook Fanpage „StreetART Kiel“. Aus dem Hobby der Fotografie und der Leidenschaft für Streetart/Graffitis, die bereits 1997 durch den Kauf des „Graffiti Art #7“ Fotobuch entstand, entschied sich André die Facebook Seite im Oktober letzten Jahres aufzuziehen.

Inzwischen hat er fast ganz Kiel katalogisiert und großartige Aufnahmen der Straßenkunst für alle online gestellt. Inzwischen weist die Fanpage schon an die 3000 Fans auf. Da ist es nicht verwunderlich, dass bereits das Stadtmagazin „Diva“ und die Kieler Nachrichten bei ihm anklopften. Es folgte bereits ein großer Bericht in der Mai-Ausgabe der DIVA über die Kieler Graffiti/Streetart-Szene und der inzwischen dazugehörigen Facebook Seite.

Da André das Projekt selbst sehr am Herzen liegt, setzt er sich dafür ein, dass Graffiti als Kunst und nicht als Kriminalität oder son Quatsch gesehen wird. Gerade gestern hatte er einen Termin im Rathaus mit dem Bürgermeister und den zuständigen Amtsleitern, um sich für sogenannte legale Walls einzusetzen. Auf die Frage, wie es dazu kam und wie er sich genau das Projekt vorstelle, schrieb er mir folgendes:  „dadurch, dass ich viel unterwegs bin, um Fotos zu schießen lernt man mit der Zeit die vorhandenen Spots kennen und stößt dann auch immer wieder auf Leute, die mich fragen „wo in Kiel kann man legal“ malen, ich hatte nie eine wirkliche Antwort darauf, denn es gibt höchstens „halb-legale Flächen“ und die auch nur sehr begrenzt zugänglich. So kam bei mir der Gedanke auf, dass es von der Sache her doch relativ simpel wäre neue Flächen zu schaffen, so trat ich an die Stadt Kiel heran und suche nach Besitzern von Privatgeländen um „legale Wände“ zu schaffen. – meiner Meinung nach ist es an der Zeit, dass Graffiti als Kunstform anerkannt wird und ihr somit eine Plattform im legalen Rahmen zu schaffen. – Stand der Dinge ist momentan, dass ich gestern mit der Stadt Kiel ein persönliches Gespräch hatte und aufgrund dessen heute ein schriftliches Konzept eingereicht habe, auf wessen Grundlage nun eine offizielle Entscheidung der Stadt getroffen wird. Wenn diese positiv ausfällt, werde ich dieses Jahr wohl noch eine erste „legale Wand“ aufstellen können, wo genau bleibt noch geheim. da sage ich nur, dass ich diese versuche so zentral wie möglich zu errichten.“

Um über den aktuellen Stand der Verhandlungen informiert zu sein,  oder in den unzählichen Fotoalben stöbern oder um euch einfach inspirieren zu lassen, oder oder oder, werdet (sofern noch nicht geschehen) Fans der wirklich liebevoll gestalteten Facebook Seite „StreetART Kiel“.

Ein Schlusssatz von André: „Graffiti ist NICHT illegal !!! und „Kiel muss bunter werden“ !!!“

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