Tom die Schlampe – oder MySpace kommt zurück

Wisst ihr noch, damals!? Als ihr noch keine virtuellen Freunde hattet, weil Mark Zuckerberg noch richtige Briefe geschrieben hat und StudiVZ (oder MeinVZ hahaha) nicht mal als Idee geboren wurde!? Da kam auf einmal MySpace um die Ecke. Und jeder musste dabei sein.

Zugegeben anfangs fand ich es auch total spannend. Man konnte seine Seite selbst gestalten, mit Musik hinterlegen und peinliche Fotos online stellen. Nach 5 Tagen, wo ich den Sinn immer noch nicht recht verstanden hab,ging mir der ganze Kram schon auf den Sender. Die Kommentarfunktion wurde von notgeilen Spackos missbraucht und ständig hatte ich Freundschaftsanfragen und Konzerteinladungen von irgendwelchen superkrassen Indiebands. Und dann war da noch Tom. Mit jedem befreundet, die Schlampe. Neeee neee, ich verlor relativ schnell das Interesse und dann das Passwort.

Aber nun soll alles anders und besser werden. Und damit das auch ja klappt, wurde Justin Timberlake ins Boot geholt. Ja richtig. Justin Timberlake. Zusammen mit den Brüdern Chris und Tim Vanderhook hat er sich für schlappe 35 Millionen Dollar mal eben die alte Krücke MySpace gekauft und alles umgekrämpelt. Optisch auf komplett neuer Welle, alles soll viel einfacher und übersichtlicher sein,  die Anmeldung ist zukünftig mit dem Facebook/Twitter Account möglich und über 42 Millionen Songs wird der neue Musikkatalog beinhalten.

Okay, die Argumente sind nun wirklich nicht die schlechtesten. Trotzdem halte mich lieber erstmal mit Sympathie zurück. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer und MySpace. Macht ihr mal ruhig. Ihr, die sich nicht an das alte MySpace erinnern könnt. Vielleicht komme ich nach. Vielleicht aber auch nicht.

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